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Dazwischen

Setz dich, bitte
Atme mit mir, atme nicht
Spür mein Herz und atme mich
Sei die Antwort auf mein Flehen
Egal wie vage, schenk mir Zeit
 
Setz dich, bitte
Atme mit mir, atme nicht
Spür mein Herz und atme mich
Sei die Antwort auf mein Flehen
Egal wie vage, schenk mir Zeit
 
Ich liege, bitte
Die Augen schließen und erwarten
Sehnsucht lähmt
Mein Kröper
Ein Geschenk
 
Ein Angebot auf Zeit
Ein Dessert
Nur Lustkost?
Alles Schwere vergessen
Leicht werden
Weich wie Wasser
 
Intim berührt von
Jenem Nass
Das Körper bindet
Dazwischen:
Sehnsucht
Gezielte, begrenzte Lust
Auch Schweiß kann duften
 
So fühle ich nah
Dein dich
Und mich
Weiß den Kuss
Auf meiner Haut
 
Erwarte nur
Empfange, reise
Dann koste ich
Verführ nur dich
Dein Haar, die Haut
Und jedes Lippenpaar
 
Dein Körper bebt
Ich schenk dir Lust
Vorjetztvergessen
Und Augen voller Stille
Dazwischen
Bleib einfach liegen, bitte
 

Negativmaske

Wenn man sein Gesicht
In den Schnee presst
Vergisst man irgendwann die Kälte
Doch der Verstand
Sagt irgendwann: aufstehen!
Man steht auf, läuft weiter
Sucht weiter und denkt weiter nach
 
Zurück bleibt ein Abdruck des Gesichtes
Eine Negativmaske im Schnee
 
Diese verschwindet
Wenn die Natur an ihr nagt
Das Weiß bedeckt
Oder modelliert die Maske
Bis sie unkenntlich wird
Verschwindet
 
Der Raum ist weiß
Die Negativmaske
Existiert dann nur noch als Gedanke
Der Schnee ist nur ein Kissen
Das reicht nicht aus um zu ersticken
 
Ich kannte einen Menschen
Der suchte Wärme anstatt Kälte
Er hielt seinen Kopf solange
Unter das heiße Wasser
Des Wasserhahnes
Bis er an den Verbrühungen starb
 
Es dauerte fast eine Stunde
Jene die ihn fanden
Mussten sich übergeben
Sein Gesicht war fast gargekocht
Jetzt ist das Wasser
Nur noch lauwarm
 
Ich bevorzuge die Kälte
Obwohl es bekanntlich
Irgendwann egal ist
Ob zu kalt oder zu heiß
 
Es tut einfach nur weh
Ich sitze hier, um mich
Vor mir selbst zu schützen
Es ist immer ein bisschen kühl
In diesem weißen Raum
 
Aber es macht mir nichts aus
Was niemand weiß:
Ich kann diesen Ort verlassen
Ja, wirklich
Und dann entdecke ich
Allerlei Absonderliches
 
All das schreibe ich auf, wenn ich
Wieder hierher zurückkehre
Ich war dort und habe alles gesehen
Ich weiß, dass die Welt weiß
Geworden ist, nicht nur hier
Auch draußen
Vor der Tür, hinter diesen Wänden
 

Paris im Sommer

Paris im Sommer ist wie das blühende Leben
Das hat sie sich gedacht
Packt ihre sieben Sachen
Guten Flug, und ist weg
Berlin – Paris, über Nacht
Verlässt ihr altes Leben
Ohne Mann und Kind
Will hinaus und sucht das große Glück
Mit Croissants und Wein und einem Haus in den Bergen
Und mit ‘nem Leben mit Jean-Luc
Doch er sitzt Zuhaus‘ und wartet auf sie
Warum hat sie das gemacht?
Er arbeitet viel und hat wenig Zeit
 
Er hat sie doch so sehr geliebt
Er hat sie doch so sehr geliebt
Er hat sie doch so sehr geliebt
Doch er weiß, dass es leider nicht reicht
 
Die Zeit vergeht und die Erde dreht sich weiter
Doch seine Welt bleibt stehen
Er vermisst ihren Duft, ihre Art und er will jetzt auch
Paris im Sommer sehen
Doch sie wartet nicht mehr
Sie kann nicht mehr
Auch Paris war nicht das Paradies
Es war ein Fehler, dass sie gegangen ist
 
Er hat sie doch so sehr geliebt
Er hat sie doch so sehr geliebt
Er hat sie doch so sehr geliebt
Doch er weiß, dass es leider nicht reicht
 
Er hat sie doch so sehr geliebt
Er hat sie doch so sehr geliebt
Er hat sie doch so sehr geliebt
Doch er weiß, dass es leider nicht reicht
 
Er versteht das Leben nicht
Es war doch alles okay
Sein Kopf ist leer und er will nur noch nach Paris gehen
 
Und sie versteht das Leben jetzt
Es wird alles okay
Wenn sie sich wieder in Paris sehen
In Paris sehen
Nach Paris gehen
Wenn sie Paris sehen
 
Nach Paris gehen
 

Saal der kreisenden Frauen

Die ärmsten Frauen von Berlin
- Dreizehn Kinder in anderthalb Zimmern
Huren, Gefangene, Ausgestossene -
Krümmen hier ihren Leib und wimmern
 
Es wird nirgends so viel geschrieen
Es wird nirgends Schmerzen und Leid
So ganz und gar nicht wie hier beachtet
Weil hier eben immer was schreit
 
Pressen Sie, Frau! Verstehn Sie, ja?
Sie sind nicht zum Vergnügen da
Ziehn Sie die Sache nicht in die Länge
Kommt auch Kot bei dem Gedränge!
 
Sie sind nicht da, um auszuruhn
Es kommt nich selbst. Sie müssen was tun!
Schliefllich kommt es: bläulich und klein
Urin und Stuhlgang salben es ein
 
Aus elf Betten mit Tränen und Blut
Grüsst es ein Wimmern als Salut
Nur aus zwei Augen bricht ein Chor
Von Jubilaten zum Himmel empor
 
Durch dieses kleine fleischerne Stück
Wird alles gehen: Jammer und Glück
Und stirbt es dereinst in Röcheln und Qual
Liegen zwölf andere in diesem Saal
 

Dein Leben

Ein Herr in Falten fühlt den Erdball rauchend unter sich drehen
Greift sich Fleisch aus Mütterleins Schoß, spiegelt sich im Erdversteck
In seinem Herz zerfallen Emotionen, hielt er sich fur ausgelöscht
Zeit seines Lebens folgen ihm Schmerzen, sitzt er nun in Lethargie
 
Dein Leben ist, dein Leben ist dein Sieg
Halte fest, was du beweisen kannst
Dein Leben ist, dein Leben ist dein Tod
Halte aus, bis du dich selbst erkannt
 
In seiner Hand lagen heilig Versprechen, die er mit Lügen brach
Durch Leid getrieben, auf Bergen kriechend, stürzt an kalter Felsenwand
Frei im Fall lauscht er den Chören, die der Wind endlos wiederholt
Sei dir gewiss, dein Schicksal ist fremd, Brüderlein Mensch will deinen Thron
 
Dein Leben ist, dein Leben ist dein Sieg
Halte fest, was du beweisen kannst
Dein Leben ist, dein Leben ist dein Tod
Halte aus, bis du dich selbst erkannt
 
Er folgt dem leisen Pfad zu den Sternen schwärzlichste Torheit im Sinn
Der kahle Mond begrüßt ihn im Sterben, wohin Seele willst du gehn
Ich suche den Weisen, um ihm zu zeigen, unten die Erde sie glüht
Der Mond hoch erstaunt stößt ihn kalt lachend zur brennenden Erde zurück
 
Dein Leben ist, dein Leben ist dein Sieg
Halte fest, was du beweisen kannst
Dein Leben ist, dein Leben ist dein Tod
Halte aus, bis du dich selbst erkannt
 

Chroma

Schlag deine Augen auf
Was willst du sehen
Kopftraum Geist brennt
Hilft dir der Wind
 
Kund deinen Äther aus
Wer kann ihn drehn
Brustwand Herz steht
Halt du das Kind
 
Reiß deine Seele auf
Wie soll das gehn
Freßwahn Kopf hohl
Bist du denn blind
 
Klick deine Nerven aus
Wann stehst du still
Farbton Ego-dram
In dir es stirbt
 
Helft ihm
Lft ihr
 
Dein Geist ist Feuer
Dein Herz verbrannt
Dein Ego Nebel
Speit im Flammentanz
 
Flieh vor deiner Sucht
Flieh vor deinem Kopf
Flieh vor deinem Ego
Das im gleißend Licht verglüht
 

Urkraft

Die Urkraft des Lebens ist mein einziges Gericht
Ich folge ihr ins ewig negative Licht
 
Und wenn sie's verlangt, sage ich an Eides statt
Seele, Geist und Körper, alle werden satt
 
Und spielt sie kalt mit meinem Leben
Werde ich mein letztes Blut ihr geben
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Die Urkraft des Geistes ist mein einzig Lehrer
Wahrt den Schein die Sucht im Kerker
 
Die Urkraft der Seele ist mein einziges Hindernis
In ihrer Mitte ewige Finsternis
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 
Seele, Geist und Körper
In meiner Mitte ist es finster
 

Reflex

Ich bin - ich bin fremd hier
Ich bin - ich bin allein hier
Ich bin - ich bin hässlich
Du setzt mir 9 mm an den Kopf
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Du bist - du bist geboren hier
Du bist - du bist erzogen hier
Du bist - du bist verloren hier
Ich geb dir 9 mm Hirn von mir
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 
Weltkrieg, Weltkrieg kommt
Er sitzt in deinem Herz
Er sitzt in deiner Seele
 

Hob:XXI:2 Die Schöpfung: III, 5 O glücklich Paar, und glücklich immerfort

REZITATIV
Uriel:
O glücklich Paar, und glücklich immerfort,
wenn falscher Wahn euch nicht verführt,
noch mehr zu wünschen als ihr habt,
und mehr zu wissen, als ihr sollt!
 

Flucht Nach Vorne

Mein Lieblingsmoment ist,
wenn es hell wird
und der Tag anbricht.
Denn ich mag lieber,
wenn was neu beginnt,
als wenn etwas zu Ende ist.
Fast - und nur fast - wäre ich
heute traurig geblieben.
Doch dann hab ich mich
knapp dagegen entschieden.
 
Darum muss ich jetzt los,
ich muss zu anderen Orten,
ich will irgendwann sagen:
'Aus mir ist was geworden.'
Ich denke nie an gestern,
nur an jetzt und an morgen,
ich laufe nicht mehr weg,
nein, ich flüchte nach vorne.
 
Ich würde auf dich warten,
aber muss jetzt echt dahin,
um endlich die zu sein,
die ich längst geworden bin.
 
Deine Kritik ist mein Treibstoff,
und so verlasse ich diese Stadt,
wo alles zwischen uns begonnen
und wo alles auch geendet hat.
 
Wir haben viel zu viel geredet
und nicht genug davon gemeint,
du hast mich nicht verloren,
denn ich war nie wirklich dein.
Es gibt kein falsches Timing,
ich glaub, das reden wir uns ein,
unsere Utopie war besser
als das Beieinandersein.
 
Fünf bedeutsame Gedanken
lass ich ungesagt zurück,
doch man sieht sich immer zweimal,
auch wir beide, ganz bestimmt.
Es geht voran, genau wie ich,
jeden Tag ein bisschen mehr,
aus vielen Schritten wird ein Weg,
aus vielen Tropen wird ein Meer.
 
Und mein innerer Kompass
weist mich jubelnd nach Norden,
alle seidenen Fäden
ersetze ich durch Kordeln.
Ich denke nie an gestern,
nur an jetzt und an morgen,
ich laufe nicht mehr weg,
nein, ich flüchte nach vorne.
 
Morgen früh seh ich mir den Sonnenaufgang
im Schneidersitz am Flussufer an.
Mittags kauf ich gelbe Tulpen
und schenke sie mir selbst.
Abends Treff ich viele Menschen,
und dann fliege ich um die Welt,
nach New York und nach Hawaii,
und ich bin kein Kind von Traurigkeit.
 
Und ab morgen früh werde ich mich weiterentwickeln
und auf mich hören und auf mich schauen.
Dann werde ich mich trauen
zu beginnen, laut zu fühlen.
Der Rest wird sich schon fügen.
Wer weiß, wofür das alles gut ist?
Ich fürchte mich vor nichts.
Es heißt, wenn nichts sicher ist,
ist doch alles möglich.
 
Also, falls du mich suchst,
ich bin an anderen Orten,
denn ich will irgendwann sagen:
'Aus mir ist was geworden.'
Ich denke nie an gestern,
nur an jetzt und an morgen,
ich laufe nicht mehr weg,
nein, ich flüchte nach vorne.
 

Ganz Knapp Vorbei

Es war ein Kochkurs für Chaoten
Ein Vier-Gänge-Menü von 'Lass das sein'
Viele Zutaten waren verboten
Aber dennoch brach das Chaos mittenrein
 
Man nehme eine Tasse 'Guter Absicht'
Ein Löffel 'Panik' frisch gepresst
Eine Prise von 'Ich glaub's nicht'
Und ganz sicher kennst du schon den Rest
 
Ganz knapp vorbei
Ganz knapp vorbei
Mal so eben voll daneben und das Chaos nebenbei
 
Es sieht so aus, als würd' ich mich hier verlaufen
Da hab' ich wohl ein oder zwei Schilder verpasst
Ich bog rechts ab in Verwirrung
Geradeaus, statt links hab' ich voll blamiert
Ich hatte keine blasse Ahnung
Und wir wissen doch genau wohin das führt
 
Ganz knapp vorbei
Ganz knapp vorbei
Mal so eben voll daneben und das Chaos nebenbei
 
In diese Stadt befürchte ich,
Gehör' ich nicht, solange nicht
Mein einer Fehler, der mich treibt Einmal vergessen wird
 
Sie werd'n die Welt nicht mehr verstehen
Sie werden staunen, werden seh'n
Ich lerne fliegen, statt zu geh'n wie's mir gefällt
 
Man nehme eine Tasse 'Guter Absicht'
Ein Löffel 'Panik' frisch gepresst
Eine Prise von 'Ich glaub's nicht'
Und ganz sicher kennst du schon den Rest
 
Ganz knapp vorbei
Ganz knapp vorbei
Es war eben knapp daneben, aber doch mit Vollgas
 
Ganz knapp vorbei
Ganz knapp vorbei
Mal so eben voll daneben und das Chaos nebenbei
 

Ein Moment der Ruhe

Höre nichts
Spüre Haut
Die Aromaspur verführt
Entdeckt den Rausch
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Leicht salzig
Schatten werfend
Sanfter Gleitflug
In unentdeckte Länder
Hügel moosumrandet
Benetzt vom trüben Tau
Glasklar duftend
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Lustvoll Flüsternd
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
Höre nichts
Spüre Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
Haut auf Haut
 
…dann ein Moment der Ruhe
 

Das Sterben ist ästhetisch bunt

Das Sterben ist ästhetisch bunt
Klar sucht die Kälte geleitet vom Wind nach verborgenen Winkeln
Durchstöbert ungeschützte Orte
Sucht und sieht die Sucht nach Wärme
- Sie wird gänzlich ignoriert
 
Die Metamorphose zu brauner Erde begonnen
Das frühe Eis bildet einen zarten Schutz
- Die Kälte schützt vor zu viel Kälte
 
Der Wind dirigiert den Reigen
Entfacht den bunten Todestanz
Kein Blut und kein Schrei wird laut
Die Luft bleibt klar
Kein süßer Duft ist wahrnehmbar
Es ist still
 
Die Zeit zu träumen
 

Trauma

Mitnichten beginnt die Tat nicht allein mit der Handlung
Vielmehr reißt das Vorfeld den Umriß der Tat
Noch weißt die Skizze verschobene Perspektiven auf
Doch entwickeln sich die Linien weiter bis hin zur Vollendung
 
Die Tat an sich ist nur die Summe der Überlegungen
Die uns die Handlungsweise als logisch erscheinen läßt
In diesem Augenblick, der keiner ist, verlassen wir die Wurzeln
Um in die Peripherie des Absoluten zu gleiten
 
Ohne in lachenden Gefühlen ertrinken zu müssen
Die kurze Suche ist beendet, ohne bemerkt zu haben
Wieviele Zeit benötigt wurde, um den Vorgang gültig abzuschließen
Jetzt beginnt und endet der Zeitpunkt der Tat
 
Zur gleichen Zeit beginnt das Trauma ...
 

Spuren im Schnee

Der Wind beißt eisig im Gesicht
Der Atem sticht spitz die Lunge
Bei jedem Atemzug aufs neue
In den Gedanken lebt die Vergangenheit
Die Kindheit, die Jugend, die Freundin, der erste Kuss
Aber auch Liebeskummer, Eifersucht, Krankheit und Hass
 
Das Gute beginnt im Geist zu trüben -
Das Schlechte überwiegt
Die Waagschale senkt sich auf die dunkle Seite
Nur gebremst vom Tod?
Die Einsamkeit in der ich stehe
Ist nicht nur draußen
Sie steckt tief in mir
Eingebrannt -
Meine Gefühle gefrieren wie jetzt mein Körper…
 
Die Zivilisation ist weit entfernt
Kein Licht, keine Stimmen
Nur die Ruhe
Der Schnee ist kalt -
Bald spür ich nichts
Ich leg mich hin
Schließ die Augen und denk an die Vergangenheit zurück ...
 
- Leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum
- Tränen der Freude oder Trauer?
 
Der Mond versteckt sich hinter Wolken
Aus denen Flocken wild im Reigen tanzen
Zur Melodie des Windes
Der mein Gesicht mit Nadelstichen umschmeichelt
Die ich nicht spür!
Die ich nicht spür! …
 
Wie still es ist
Als ob jemand wartet
Auf mich? Wer schon?
Der Wind bläst Eiskristalle auf meinen Körper
Färbt ihn weiß - ganz unsichtbar
 
Wie meine Gedanken
Es fällt mir schwer zu denken
Ich bin todmüde
Als hätte ich Jahre nicht geschlafen
Ich schließe die Augen und schlafe ein
... beginne zu träumen ...
 

Seelenmord

Fallende Träume
Traum zerbricht
Schmerzen der Errinnerung
 
Aufgestanden - Eingeschlafen
 
Schrei gelöst - überhört
Schrei zersetzt - nicht aufgewacht
 
Aufgestanden - Eingeschlafen
Aufgestanden - Eingeschlafen
 
Zeit zurück
Lust für Dich - Schmerz für mich
Ich bin hier - Ihr seht mich nicht
 
Angstgelämt - taub und blind
Fühl das Schwarz - jetzt küßt es Deine Seele
 
Seelenmord - Seele
Seelenmord - Seele
Seelenmord - Seele
Seelenmord - Seele
Seelenmord - Seele
Seelenmord - Seele
 
Aufgestanden - Eingeschlafen
Aufgestanden - Eingeschlafen
 
Seelenmord
 
Aufgestanden - Eingeschlafen
Aufgestanden - Eingeschlafen
Aufgestanden - Eingeschlafen
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
 
Seelenmord
 
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
Seelenmord - Seele
Aufgestanden - Eingeschlafen
 
Seelenmord
 

Lilien

Nie wird das blumige Kleid unserer beider Freundschaft welken
Welcher Vorgang stirbt mit dem Untergang der Träume
Obwohl die Bedeutung leugnet wahr zu sein?
Die Jugend wehrt sich vor dem Sterben
Dem letzten Wechselspiel entwester Träume
Nur der Morgen vermag allein zu sein
 
Die Uhrzeit noch immer nicht klüger
Versucht dergleichen ihresgleichen auszugleichen
Das Mandant offenbart sich als Vakuum
Das Mandant offenbart sich als Vakuum
 
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
 
'Leben?' Ein Odem an die Freundschaft mit dem Feind?
Der Kampf geht unter in Hoffnungslosigkeit
Bleibt unbenannt
Stoff vor Haut
Egal ob Schwere sie begleitet
Der Ruhm kühlt jede Wunde
Löscht den Durst der Lilien
Den Lilien lieben blaues Wasser
Wie alle Blumen bevor sie welken
 
Nur der Morgen vermag allein zu sein
Nur der Morgen vermag allein zu sein
 
Nur der Morgen vermag allein zu sein
Nur der Morgen vermag allein zu sein
 
Nur der Morgen vermag allein zu sein
Nur der Morgen vermag allein zu sein
 
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
Die Wagenburg lenkt fluchend ein
 

Rote Tränen

Es macht mir eigentlich keine Freude
In meine eigene Hand zu schneiden
Rote Tränen zu beobachten
Die einen kleinen Rinnsal bildend mich verlassen
Die einzige Möglichkeit mich an mir zu rächen
 
Zu sühnen für das was ich sprach und tat
Ohne bewußt gehandelt zu haben
Es kommt mir vor als hätte ich nie gelacht
Nie geweint
Gelacht geweint
 
Die Bilanz zeigt aufwärts
Doch verliert sich die schwarze Linie am trüben Horizont der brennt
Mit steigender Tendenz Richtung Unendlichkeit
Weit entfernt von so etwas wie Gefühlen
 
Ich spüre nicht das Stück Fleisch
Daß anstatt meiner rote Tränen weint
Im Moment noch wenige
Und jeder Schritt abseits der Linie wird bestraft
Mit flüsternden Worten die mehr rote Tränen fordern
 
Hört nur wie sie flüstern und wispern
Schimpfen und geifern
Stechen und bohren
Zerren und beißen
Fordern: rote Tränen zu weinen
Und schließlich darum betteln
 
Endlich rote Tränen zu weinen
Endlich rote Tränen zu weinen
... rote Tränen zu weinen
... Tränen zu weinen
... zu weinen
... weinen
 

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