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Schlaflose Nacht

Metallne Schritte in die Nächte fallen,
Die Posten buckeln durch die Höfe ohne Rast,
Wir lauschen schlaflos in das starre Hallen,
Ein schwarzes Schweigen wächst im schwarzen Glast.
 
Uns alle wirbelt Zwang durch die Gezeiten,
Uns alle eint der Kreaturen Qual,
O Fluch der Grenzen! Menschen hassen ohne Wahl!
Du Bruder Tod wirst uns vereint geleiten.
 

Ein Abschied

Ein Abschied
 
Eine Welt ganz ohne dich
Sie wird traurig sein für mich
Und sogar der Mond versteckt sein Licht
Und die Erde bleibt gleich steh'n
Auch der Wind will nicht mehr weh'n
Den Lebenssinn, nein, den versteh' ich nicht
 
Ein Abschied, das heißt Goodbye
Warum du, warum alles vorbei?
Wollt' dir noch sagen, wie sehr ich dich geliebt
Dass es für uns zwei auf dieser Welt nie Abschied gibt
Ich weine und sag' Goodbye
Gibt's ein Wiedersehen für uns zwei?
 
Und die Nacht verdrängt den Tag
Weit und breit kein Vogel singt
Wenn sogar die Blumen nicht mehr blüh'n
Dann ist alles nicht mehr schön
Ja, ein Wunder muss gescheh'n
So sinnlos, nein, so kann's nicht weitergeh'n
 
Ein Abschied, das heißt Goodbye
Warum du, warum alles vorbei?
Ich wollt' dir noch sagen, wie sehr ich dich geliebt
Dass es für uns zwei auf dieser Welt nie Abschied gibt
Ich weine und sag' Goodbye
Gibt's ein Wiedersehen für uns zwei?
 
Ein Abschied, das heißt Goodbye
Warum du, warum alles vorbei?
Mit tausend Tränen sag' ich Adieu, Goodbye
Gibt's ein Wiederseh'n noch einmal für uns zwei?
Ihr werdet mich am Horizont nicht seh'n
 

Hob:XXI:2 Die Schöpfung: III,1. Aus Rosenwolken bricht.

REZITATIV
Uriel:
Aus Rosenwolken bricht,
gewecht durcht süssen Klang,
der Morgen jung und schön.
Vom himmlischen Gewölbe strömt
reine Harmonie zur Erde hinab.
Seht das beglückte Paar,
wie Hand in Hand es geht!
Aus ihren Blicken strahlt
des heissen Danks Gefühl.
Baid singt in lautem Ton
ihr Mund des Schöpfers Lob.
Lasst unsre Stimme dann
sich mengen in ihr Lied.
 

Noblesse

[Intro]
Für den Rest der Welt 'ne Noblesse
Durchschlagen, produktive Prozesse
Projektile könn'n sprechen
Segenreich, ein Original
Adlige Flows, Bilder im goldenen Rahmen
 
[Verse]
Kapazität, kein Limit
Jetzt bin ich wach
Glaubt, glaubt mir, ich kille
Komm aus dem nix
Gib ihnen Kugeln, sie sinken
Werden Paranoid und verschwinden
 
Jeder Schritt ist von dir
Und der Rücken stabil
Ihr seit nicht qualifiziert
Ich fress' dich zum Frühstück und Papi ist hier
Ich bring Vollendung
Kiddies auf Sendung
 
Ja, 29 ist Millenium
[Spring lieber Feinde?] - Luigi Nintendo
Bist du bereit für die Sprengung?
Finger am Zünder
Dein Gold wird geplündert
Ja Ja (Ja Ja)
 
Rapper sind paralysiert
Ich hab die Krone poliert
Kein tadelloser Abgang und die Frage war:
Wann trag ich das Geld aus der Bank?
Berufung wird Business
Bin immun gegen Snitches
Dass, was sie sehen ist der Gipfel
 
Krieg Sterne von Feinden
Mach´s gerne alleine (whoo)
Guck, wie sie fallen nach der Reihe
Man sagt ihr ward eitel
Ich trage den Scheitel
Drück ein paar Kinder zur Seit'
 
Betrete die Loft nicht alleine
Wen wollt ihr mit mir vergleichen?
Hier gibt es kein Gleichen!
Ja kleiner Mann, heute wird’s anders
In jede Richtung wie 'ne Pumpgun
Panzerflow
 
Jeder, der noch nicht hat, jeder, der noch nicht rafft
Jedes Kind, das mich sieht, Hand nach oben
Was kann ich dafür, wenn du meine Kunst nicht liest
Die Kunst nicht siehst
Ein Grund, ich schieß
Komm nicht näher als hundert feet
 
Flächen hin oder her, mit mir gibt´s Krieg
Deine Bitch gehört mir für 'ne Smashbox, gib ich's ihr sehr oft
Und ihr Herz klopft - face down, ass up
Und sie spielt nur mit dir wie mit Matchbox
Ihr trefft auf Zenit
Jeder von ihm wollte so sein wie Sandzo
Ihr könnt es probieren, kopiert jede Handlung
Doch, da fehlt 'ne Verwandlung
 
[Outro]
Inspiration
Um die Bücher auf den oberen Regalen zu lesen
Musst du auf Büchern stehen, die du schon gelesen hast
 
Noblesse, Noblesse, Noblesse
Noblesse, Noblesse, Noblesse
Noblesse, Noblesse, Noblesse
Noblesse, Noblesse, Noblesse
 

Das Wellenlied

Stehst du sinnend am Ufer,
siehst den Himmel und das Meer,
wird die Seele dir so weit wie noch nie vorher
Eine Welle rollt heran
und bricht sich im Gebraus
Wird danach ganz sanft,
atmet sich dann aus
Und die zweite naht,
überschlägt sich wild
Leidenschaft und Kraft
werden mählich mild
 

Das letzte Königskind

Seit meiner Kindheit bin ich anders
Anders als der ganze Rest
Und manchmal hab' ich das Gefühl
Ich leb' nur aus Protest
 
Doch ich wollte das nie zeigen
Denn das kommt so affektiert
Mit dem Schmerz in ihrer Seele
Hab'n sich zu viele profiliert
 
Sie dachten, ich bin crazy
Ich bin nicht gesund
Doch für mein Verhalten gibt es einen Grund:
 
Ich bin das letzte Königskind
Einer längst vergang'nen Zeit
Und meine Reise dauert ewig
Denn mein Weg ist ziemlich weit
 
Ich lernte tausend Menschen kennen:
Lehrer, Rockstars, Arme, Reiche
Mit Millionen von Visionen
Im Grunde wollten sie das Gleiche
 
Sie wollten leben wie im Film
Und dachten, Liebe liegt am Strand
Verbuddelten sich dann
Bis zum Kopf im Sand
 
Nur ich hab' keine Zeit zum Graben
Ich muss meine Würde haben!
 
Ich bin das letzte Königskind
Einer alten Dynastie
Und ich gehöre nicht hierhin
Das merk' ich, irgendwie
 
Ich machte mir mein Bild von hier
Nur darauf keinen Reim
Und nachts, wenn alle so laut sing'n
Sing ich für mich allein
 
Sing auch du an meinem letzten Tag
Den Song, den ich schon so lang' bei mir trag'
 
Vom letzten Königskind
Und seine Reise, die war lang
Er hat den Blues nicht neu erfunden
Aber war verdammt nah dran
 

Ich kann es sehen

Ich sehe mich alt und verstummt und noch so viel zu sagen
Ich seh' mich mit dir
Ich sehe mich, unser Vermächtnis auf Händen zu tragen
Ich seh' mich mit dir
 
Ich kann es sehen, ich kann es sehen
Es war unser Weg und wir wollten ihn gehen
Ich kann es sehen, ich kann es sehen vor mir
Ich kann es sehen, ich kann es sehen,
wie all unsre Träume wie Wunder geschehen,
entstehen im Hier und Jetzt
Wir warten nicht mehr drauf
Siehst du es auch?
Siehst du es auch?
 
Du siehst mich wie niemand zuvor in all meinen Farben
Du siehst dich mit mir
Du siehst mich und findest die Antwort auf all meine Fragen
Du siehst dich mit mir
 
Ich kann es sehen, ich kann es sehen
Es war unser Weg und wir wollten ihn gehen
Ich kann es sehen, ich kann es sehen vor mir
Ich kann es sehen, ich kann es sehen,
wie all unsre Träume wie Wunder geschehen,
entstehen im Hier und Jetzt
Wir warten nicht mehr drauf
Siehst du es auch?
Siehst du es auch?
 
Ich kann es sehen, ich seh' dich mit mir
Wir legen's drauf an, der Anfang ist hier
Ein Anker, der hält, wenn alles zerfällt,
das sind wir
 
Ich sehe mich alt und verstummt und noch so viel zu sagen
Ich sehe mich mit dir
 

Konsistenz

Beim Rennen schlagen mir die Zweige ins Gesicht
und ich frage mich, wie lange, bis der nächste Knochen bricht
Die Rücksicht auf das Schiff ist schon seit langem über Bord
und seit Jahren ohne Flaute und das Ruder auch schon fort
 
Und ich frag' mich, wie lange dieser Weg noch weitergeht
Doch ich hoff', es kommt die Gabelung, bevor hier alles vor die Hunde geht
 
Und sie gratulier'n mir zu meiner Konsistenz,
mit der ich meinen Körper hinrichte und meine Intelligenz
Mensch kommt mit Mensch nicht klar
und ich komm' nicht mal mit mir selber klar
jedes gottverdammte Jahr
 
Die Gläser voller Asche, die Lunge voller Rauch
Beide Beine längst gebrochen und für jede Hilfe taub
Denn wie ich's dreh und wende, bleibt der Tod die Konsequenz
für das Handeln aller Menschen und für meine Konsistenz
 
Und ich frag' mich, wie lange dieser Weg noch weitergeht
Doch ich hoff', es kommt die Gabelung, bevor hier alles vor die Hunde geht
 
Und sie gratulier'n mir zu meiner Konsistenz,
mit der ich meinen Körper hinrichte und meine Intelligenz
Mensch kommt mit Mensch nicht klar
und ich komm' nicht mal mit mir selber klar
und sing' schalalalala
 

Bis ans Ende der Welt

Ich folge dir,
Wir schwimmen bis
Ans Ende der Welt.
Aber->->-> Nichts ist für immer
Sagt die Welle
Und fällt
 

Lazarus

Ich bin Lazarus, ich kann nicht gehen
So bleibt nur das Fliegen, das Singen, Sichquälen
 
Schießbefehl, die Südfront, Menschensperren,
Drahtspielzeug der Anti-Menschen, die aus Angst barriereunfrei Kinder quetschen, ohne Demut die westlichen Werte verheerend anomisch verehren
 
Demut, nein, den Mut, völkischer Glaube, trinkt das Meer leer, wer ertrinkt, kann nie mehr hungern
Mangelhaft in die Mangel nehmen
und das Menschsein Stück für Stück den nimmersatten Scheineliten zum Dumpingpreis zum Fressen geben
Elitär vergessen wir im grenzdebilen Kollektiv:
Götter gebären nur Deformierte
 
Ich bin Lazarus
 
Nettonehmer, Europas Nehmer, nur nicht geben, lieber Werte entwerten und im Stehen das Prozedere der Mangelwahrnehmung mit Schweigen auf einem Quittungsblock erklären
Europa massiert sich seine weißen Füße
vom täglichen Treten, vom Warten, vom Stehen
vom täglichen Treten, vom Warten, vom Stehen
 
Ich bin Lazarus, ich kann nicht gehen
So bleibt nur das Fliegen, das Singen, Sichquälen
Ich bin Lazarus
 
Wir warten auf Schüsse, auf das klägliche Töten
dann, wenn in Europa wieder Acker mit Fleisch von Leichen gespickt blutrot jegliche Freiheit und Meinung zu Feigheit erstickt
 
Blutende Mütter und weinende Kinder
Wir schießen und heulen, wir bigotten Sünder
 
:Repeat:
Ich bin Lazarus, ich kann nicht gehen
So bleibt nur das Fliegen, das Singen, Sichquälen
Blutende Mütter und weinende Kinder
Wir schießen und heulen, wir bigotten Sünder
:Repeat:
 

Die Straßen von Paris

Hu Ha Hu Ha Hu
Hu Ha Hu Ha Hu
 
Die Straßen von Paris, ein Paradies
Wir feiern heut' im Schatten von l'amour oooh oooh
Die Straßen von Paris vergisst du nie, ein Lichtermeer,
der Zauber dieser Stadt oooh oooh
Wir feiern durch die ganze Nacht
 
Wie der Wind zieh'n wir durch die Gassen
Richtung Seine und Champs-Élysées
Roter Wein und Lust zu tanzen
Heute gibt's kein Glas zu viel
So weit weg weg weg wie noch nie
und ein Hoch Hoch Hoch auf Paris
Denn wir wollen heute feiern und wir ziehen immer weiter durch die Straßen von Paris
C'est la vie, mon ami, das ist die Magie
Hu Ha Hu
 
Die Straßen von Paris, ein Paradies
Wir feiern heut' im Schatten von l'amour oooh oooh
Die Straßen von Paris vergisst du nie, ein Lichtermeer,
der Zauber dieser Stadt oooh oooh
Wir feiern durch die ganze Nacht
 
Immer weiter im Rausch der Liebe
Ein Chanson, das nie vergeht
Ein Gefühl, kaum zu begreifen, wenn man es nicht selbst erlebt
So weit weg weg weg wie noch nie
und ein Hoch Hoch Hoch auf Paris
Denn wir wollen heute feiern und wir ziehen immer weiter durch die Straßen von Paris
C'est la vie, mon ami, das ist die Magie
Hu Ha Hu
 
Die Straßen von Paris, ein Paradies
Wir feiern heut' im Schatten von l'amour oooh oooh
Die Straßen von Paris vergisst du nie, ein Lichtermeer,
der Zauber dieser Stadt oooh oooh
Wir feiern durch die ganze Nacht 3x
Na na na na... oooh oooh
Wir feiern durch die ganze Nacht
 

Nun lieb ich dich

Ich wollte dich nur ein wenig lieben, nicht so sehr,
nur ein Streicheln wollte ich, nicht viel mehr
Ich wollte ja nur ein bisschen schweben, nicht so hoch
Nein, nicht verlieren wollt' ich mich und doch
 
Nun lieb ich dich so sehr, dass ich mich ganz verlier'
Und wiederfinde nur mit dir
Das war doch nie mein Wille
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
 
Wie einfach doch alles ohne dich war
es gab mich
Jeder Tag war gleich lang sicherlich
Und jeder Wunsch war so klein wie möglich, klein genug
ein Wunsch, ein Sieg, ein Selbstbetrug
 
Nun lieb ich dich so sehr, dass ich mich ganz verlier'
Und wiederfinde nur mit dir
Das war doch nie mein Wille
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
 
Nun lieb ich dich so sehr, dass ich mich ganz verlier'
Und wiederfinde nur mit dir
Das war doch nie mein Wille
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
 
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
und wollte doch nur spielen
und wollte doch nur spielen
 

Das Ich im Ich

Zerzaust in Kleidern und Gebärden
Blicke ziehen Runden mit Begehren
Auf Tafelrunden liegen Sklaven
Als Frühgeburten gar gekocht
 
Unter uns in kalten Kellern
Warten Weiber auf Geburten
Verkrampfte Schreie speien Kinder
Händler warten sie zu wiegen
 
Starke Männer werden trunken
Wenn sie kaltes Grauen küsst
Verstumpfte Glieder werden weinen
Weil mit Hoffnung nichts verdient
 
Ein kränklich armes müdes Volk
Verschliesst die Ohren hören Schmerzen
Vor tiefem Abgrund stehen Richter
Das Ich im Ich ist kein Idol
 
Ich streite einsam mich
Mit dieser oberflächen Welt
Gutes sei ein löblich Brot
Von dem ich zehre bis zum Tod
 
Denn ich bin immer noch ein Mensch!
 
In Nebenzimmern blühen Hirne
Die sich selber Recht genannt
Aus dem Fenster stiert ein Schädel
Der den Weisen stumm erzählt
 
Von tiefster Seele steigen Klagen
Weil die Herrschaft uns verdreht
An kahlen Felsen strömen Säfte
Die von Tieren ausgepresst
 
Fleischkollonnen stehen Schlange
Vor den Toren vieler Ahnen
Aus den Mäulern kreischen Stimmen
Die mit Hass sind aufgefüllt
 
Von Seuchenadern tropfen Gifte
Tränken uns're neue Bibel
Verdorrte Hände schufen Nerven
Das Ich im Ich ist angezapft
 
Ich streite einsam mich
Mit dieser oberflächen Welt
Gutes sei ein löblich Brot
Von dem ich zehre bis zum Tod
 
Denn ich bin immer noch ein Mensch!
 

Schwarzes Gift

Was ist mit der Welt passiert, haben wir nicht irgendwann genug
Ich sehe nichts als Tod und elend, gäb's Gott, wir wären lange schon tot
Was ist mit dem Geist passiert, er wird zu lange schon kontrolliert
In eisern' Ketten kaserniert, der Mensch kommt, wird auch sterben
 
Was ist mit dem Mut passiert, haben wir versäumt ihn zu versteh'n
Ich fühle Angst und Leere, im Gleichmut sind wir längst verkauft
Was ist mit dem Kind passiert, sehen wie's im Traum sich bäumt
Ich schrei's aus tiefster Seele, wir lieben es, wir morden uns
 
Was ist mit dem Tier passiert, haben wir verdrängt es zu versteh'n?
Ich wünsch dem Menschen Tier zu sein, sein Gesicht wär grau und kalt wie stein
Was ist mit der Welt passiert, haben wir nicht Seelen ausgelöscht?
Ich sehe nur Gewalt und Neid. Gäb's Gott, wir wären lange schon tot
 
Ich will kein Fleisch
Ich will kein Blut
Ich will nicht Euch
Ich will den Tod
 
Ich bin der Abschaum dieser Welt
Meine schwarze Seele wund gequält
Ich bin gefärlich für die Welt
Mein schwarzes Gift vom Himmel fällt
 

Unschuld Erde

Auf der stirn die heuchelei
Unter dunklem hautgesang
Einäugig tote sehnsucht
Die hölle sei ihr knecht
 
Erinnerung schickt blumen
Das hirn frisst staub
Und knabenhände geben
Was das fleisch nicht zügeln kann
 
Oh menschlein hör
Aus deiner wiege stammen meine glieder
Und heute bin ich vogelfrei
Oh menschlein hör
 
Aus deiner wiege stammen meine eder
Trampelt unschuld erde nieder
In der ferne ziehen völker
Singt der erde unschulds lieder
 
Uns wird die welt zu klein
Schaler traum zerstöre
Blutbäuchig das entformte heer
Überblüh das ganze elend
 
Deine mitte macht mich satt
Ein aschenheer aus schatten
In der wüste tanzt
Ein paar grenzen weiter
 
Liegen hodenlose kriegerleichen
Oh menschlein hör
Aus deiner wiege stammen meine glieder
Und heute bin ich vogelfrei
 
Oh menschlein hör
Aus deiner wiege stammen meine eder
Trampelt unschuld erde nieder
In der ferne ziehen völker
 
Singt der erde unschulds lieder
Uns wird die welt zu klein
Das gewissen auferlegt
Nur schweigend aufzutrohnen
 
Dein gläsern angesicht
Durch untat glut verbrennt
Starre augen halten tränen
Keine mütter mehr als schoss
 
Nun faulen unsre leiber
In der erde die sie stumm erträgt
Oh menschlein hör
Aus deiner wiege stammen meine glieder
 
Und heute bin ich vogelfrei
Oh menschlein hör
Aus deiner wiege stammen meine eder
Trampelt unschuld erde nieder
 
In der ferne ziehen völker
Singt der erde unschulds lieder
Uns wird die welt zu klein
 

Negerbraut

Dann lag auf Kissen dunklen Bluts gebettet der blonde Nacken einer weißen Frau
Die Sonne wütete in ihrem Haar und leckte ihr die hellen Schenkel lang
Und kniete um die bräunlicheren Brüste noch unentstellt durch Laster und Geburt
 
Ein Nigger neben ihr: durch Pferdehufschlag Augen und Stirn zerfetzt
Der bohrte zwei Zehen seines schmutzigen linken Fußes
Ins Innere ihres kleinen weißen Ohrs
 
Sie aber lag und schlief wie eine Braut: am Saume ihres Glücks der ersten Liebe
Und wie vom Aufbruch vieler Himmelfahrten des jungen warmen Blutes
 
Bis man ihr das Messer in die weiße Kehle senkte und ein Purpurschurz
Aus totem Blut ihr um die Hütten warf
 

Ich fragte dich

Ich fragte dich, warum dein Auge gern
in meinem Auge ruht,
so wie ein reiner Himmelsstern
in einer dunklen Flut.
 
Du sahest lang mich an,
wie man ein Kind mit Blicken mißt,
und sagtest freundlich dann:
Ich bin dir gut, weil du so traurig bist.
 

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