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Gisbert zu Knyphausen

Sonnige Grüße aus Khao Lak, Thailand

Flackerndes Licht an der Zimmerwand
Abendbrotreste auf dem Tellerrand
Der Fernseher stöhnt auf, die Tagesschau läuft laut
Er fühlt sich immer kleiner dabei
 
Der verwirrende Wirbel der Welt
Das Säbelgerassel, das dunkle Gebell
Er will irgendwas tun, steht auf, geht zur Tür
Dreht sich um und gleich wieder zurück
 
Fällt in den Sessel und leert sein Glas
Wechselt den Sender, jetzt läuft 'Wetten, dass...'
Ein Zusammenschnitt der lustigsten Stellen aus den vergang'nen Jahrzehnten
Die Leute drehen durch vor Spaß
 
Doch irgendwas hält an ihm fest, tief in ihm
Er steht nochmal auf, um die Vorhänge zuzuziehen
Und draußen auf der Straße fällt die Stille auf den Asphalt
Er sieht ein fahles Gesicht wie es im Latern'licht lächelt und hofft
Der Morgen kommt bald
 
Es wird hell, er geht raus in die Stadt
Die schreit wie im Rausch die nicht gewartet hat
Auf einen wie ihn, der weder aufsteht noch fällt
In dieser schnelllebigen Welt kein Platz mehr hat
 
Er fährt mit der S-Bahn nach Haus'
Packt dort seine Einkaufstüten aus
Und im Radio spielen sie ein Lied von der Sehnsucht
Ein Lied vom Vergessen und dann
 
Liest er die Karte seiner Tochter noch einmal:
'Sonnige Grüße aus Khao Lak, Thailand
Papa, das Wetter ist super und ich hoff' dir geht's gut
Wir seh'n uns ja dann spätestens Weihnachten'
 
Irgendwas hält an ihm fest, tief in ihm
Er geht nochmal raus um am Automaten Zigaretten zu ziehen
Und draußen auf der Straße schnippt er die Asche auf den Asphalt
Sein fahles Gesicht im Novemberlicht lächelt
Weihnachten kommt bald...
 

Niemand

Du hältst die Schlüssel in der Hand und in der andern eine Tasche und fragst mich, „Kommst du mit?“
Ich sag' ja, ich sag' ja, ich sag' ja, ich sag' ja ja, ich will!
Also geht's runter durchs Treppenhaus,
Rein ins Auto und rauf auf die Autobahn
Ich frag' dich, wohin wir fahr'n,
Du drehst das Radio an und bleibst still
 
Tief in dir
Brennt ein Licht
Das du nicht
Das du nicht zu fassen bekommst
Doch es ist da und scheint
Wohin auch immer du gehst, es scheint
Solange du lebst, es scheint
Und in allem, was du tust, es scheint
 
Für dich
Für dich, für dich, für dich, für dich
 
Manchmal schaust du in dich rein
Wie das Kind in einen Brunnen
Und du siehst den Boden nicht
Also wirfst du eine Münze
Wartest auf den Aufprall und lachst, ja, du lachst
Du fragst mich, „Kennst du das auch? Man blickt in den Spiegel und denkt, man müsste so vieles sein.“
Es dauert lang, bis man lernt, bis man lernt, ein Niemand zu sein
 
Tief in dir
Brennt ein Licht
Das du nicht
Das du nicht zu fassen bekommst
Doch es ist da und scheint
Wohin auch immer du gehst, es scheint
Solange du lebst, es scheint
Und in allem, was du tust, es scheint
 
Und kein königliches Wort
Kein Teufel, kein Gott
Kein System und kein Song
Werden dir je erklär'n, woher es kommt
In einem Wirbel aus Staub
Und verwelkenem Laub
Oder in Feuer und Rauch
Löst du dich irgendwann auf
Es wird genomm'n, was uns nicht gehört
Und frei, was frei sein will
Was frei sein will, was frei sein will
Was frei sein will
Was frei sein will, was frei sein will
 

Immer muss ich alles sollen

Immer muss ich alles sollen (3x)
 
Jetzt lasst mich doch auch endlich mal etwas wollen!
 
Es fängt der Morgen schon an,
Ich soll aufsteh'n, mich waschen,
Am Frühstückstisch still sitzen,
Essen, nicht quatschen.
Die Schuhe an, Jacke und
Nein, nicht die gelbe!
Ich halt's nicht mehr aus,
Es ist immer dasselbe.
 
Und dann soll ich in die Kita.
Im Kreis singen wir Lieder,
Vom Frühling, vom Herbst,
Alles kommt immer wieder.
Weißt du, wie der Shit,
Den wir hier täglich machen.
Ich hab kein' Bock mehr
Auf's Basteln von niedlichen Sachen.
Ich will Erdbeereis essen,
So viel wie ich kann,
Durch Pfützen spring', sing', laut schrei'n
Und dann auf den Spielplatz geh'n
Und schaukeln so lang bis der Mond aufgeht
Und ich die Sterne sehen kann.
 
Aber immer muss ich alles sollen!
Immer muss ich alles sollen!
Immer muss ich alles sollen!
Jetzt lasst mich doch auch endlich mal etwas wollen!
 
Es ist Sonntag, ich soll mich auszieh'n und baden,
Wir haben Oma und Opa zum Essen eingeladen.
Und dann sitz' ich da am Tisch,
Oma kneift meine Wange
Und sagt: „Mensch, bist du groß!“
Hey, das wusst' ich schon lange!
Also lasst mich in Ruh' mit dem öden Geschleime,
Lasst uns spielen, schau her: Neue Legosteine!
Aber nein! Ich soll aufessen, die Gabel richtig halten
Und dann pünktlich zu Bett geh'n, das Licht ausschalten.
 
Dann lieg' ich da im Dunkeln,
Schau meinen Leuchtsternen beim leuchten zu.
Keiner da, der mir was sagen könnt',
Und trotzdem finde ich keine Ruh'.
Egal wie doll ich wach bleib',
Irgendwann, da schlaf' ich ein.
Selbst in meinen Träumen
Hör' ich Mama und Papa noch schrei'n:
 
„Du sollst!“ (17x)
 
Hände waschen, Nägel schneiden,
Zähne putzen, ruhig bleiben,
Bitte sagen, danke sagen,
Nicht so viele Fragen fragen,
Nicht auf den Tisch springen,
Nicht mit vollem Mund singen,
Nicht so wild herumrennen,
Brav sein, Haare kämmen,
Zimmer aufräumen, Treppen steigen,
An roten Ampeln stehen bleiben,
Leise reden, richtig laufen,
Ne, das woll'n wir nicht kaufen!
Keine frühen Comics kucken,
Nicht fluchen, nicht spucken,
Nicht die ander'n Kinder schlagen,
Und Kuscheltiere selber tragen.
 
Ihr macht mich noch ganz wahnsinnig!
 
Immer muss ich alles sollen (3x)
 
Jetzt lasst mich doch auch endlich mal etwas wollen!
 
Aber immer muss ich alles sollen
 
Immer muss ich alles sollen (3x)
 
Jetzt lasst mich doch auch endlich mal etwas wollen!
 

Der tödliche Schlag

Wo sind die Sommer hin, die ich fast vergessen hab?
Stunde für Stunde für Stunde.
Dieser Herbst war nur ein fallender Soldat,
der Frühling eine blühende Wunde.
Ist das alles was unser Herz erwärmen kann?
Das Feuer einer brennenden Stadt.
Die Sonne über blutgetränkten Feldern.
Weiß noch jemand wo das angefangen hat?
Lasst ihn geschehen - den tödlichen Schlag.
 
Lasst ihn brennen, diesen gottverdammten Flecken Erde,
auf dass kein Stein mehr auf dem nächsten stehen werde.
Gebt meiner Mutter einen Kuss,
und wenn‘s vorbei ist - dann verstreut meine Asche überall.
Lasst ihre Väter winselnd knieen auf allen Vieren.
Lasst ihre Häuser unter Flammen explodieren.
Gebt meiner Mutter einen Kuss,
und wenn ich sterbe - dann verstreut meine Asche überall.
Nur nicht hier, nur nicht hier, nur nicht hier,
Nur nicht hier
 
Tausende Jahre Evolution führten uns immer nur zu besseren Waffen.
Wir Menschen, den Göttern zum Hohn, sind nichts als waghälsige Affen.
Es ging mal um irgendwas mit Ehre.
Oder geht‘s schon immer nur ums Verrecken?
Selbst wenn das jetzt noch wichtig wäre,
es ist zu spät sich zu verstecken.
Also lasst ihn geschehen - den tödlichen Schlag.
 
Lasst euren Hass wie junge Hunde von der Leine!
Ich will nichts mehr sehen als verwesende Gebeine.
Gebt meiner Mutter einen Kuss,
und wenn‘s vorbei ist - dann verstreut meine Asche überall.
Lasst ihre Väter winselnd knieen auf allen Vieren.
Lasst ihre Häuser unter Flammen explodieren.
Gebt meiner Mutter einen Kuss,
und wenn ich sterbe - dann verstreut meine Asche überall.
Nur nicht hier, nur nicht hier, nur nicht hier,
Nur nicht hier
 
Lasst ihn brennen diesen gottverdammten Flecken Erde,
auf dass ihre Kinder niemals wieder lachen werden.
Gebt meiner Mutter einen Kuss,
und wenn ich sterbe - dann verstreut meine Asche überall.
Nur nicht hier, nur nicht hier, nur nicht hier,
Nur nicht hier
 

Sommertag

Eins, zwo, drei vier

Manchmal glaube ich, dass ich zu langsam bin
Für all die Dinge, die um mich herum geschehen
Doch all die Menschen, die ich wirklich, wirklich gerne mag
Sie sind genauso außer Atem wie ich

Und manchmal glaube ich, dass nichts mehr wichtig ist
Ich treibe ziellos bis zum Tag, an dem ich sterbe
Doch gerade dann, wenn ich dann wirklich nicht mehr weiter will
Liegt mein gepflegter Pessimismus in Scherben

Und alles, was mir dann noch übrig bleibt:
Ein bisschen Zweisamkeit als Zeitvertreib
Das bisschen Herzschmerz, das bisschen Herzschmerz
Tut doch gar nicht so weh

Denn ganzen Unsinn werd' ich nie verstehen
Da hilft nur Einatmen und Vorwärtsgehen
Es ist ganz einfach, es ist ganz einfach:
Das Leben lebt, es ist ein wunderschöner Sommertag

Und manchmal glaube ich, dass ich zu müde bin
Aus meinem Sessel komm' ich nie mehr wieder hoch
Doch wenn es klingelt, bin ich rasend schnell am Telefon
Es kann doch sein, dass mich irgendwer braucht

Und manchmal glaube ich, dass ich zu leise bin
Dann schrei' ich lauthals meine Lieder in den Wind
Doch viel, viel lauter noch sind die, die nichts zu sagen haben
Und wenn das stimmt, dann halt' ich lieber mein Maul

Und alles, was mir dann noch übrig bleibt:
Ein bisschen Zweisamkeit als Zeitvertreib
Das bisschen Herzschmerz, das bisschen Herzschmerz
Tut doch gar nicht so weh

Denn ganzen Unsinn werd' ich nie verstehen
Da hilft nur Einatmen und Vorwärtsgehen
Es ist ganz einfach, es ist ganz einfach:
Das Leben lebt, es ist ein wunderschöner Sommertag
Ein Sommertag, ein Sommertag, ein Sommertag

Das Licht dieser Welt

Du wirfst dich hinein in das Licht dieser Welt.
Dann fängst du an zu schrei'n,
Es kommt ein Mensch der dich hält.
Und die Liebe, die du spürst,
Wirst du nie wieder verlier'n.
Sie ist für dich da bis der Vorhang fällt.

Kaum ist die Nabelschnur ab,
Schon steh'n wir alle auf dem Schlauch.
Das Chaos hier ist unendlich,
Doch die Liebe ist es auch.
Nur deine Tränen sind es nicht,
Sie verändern nur die Sicht
Auf das, was du brauchst,
Und das, was nicht.

Und wenn du lachst,
Geht alles wie von selbst.
Schau' wie die Freude kommt
Und alles hier auf den Kopf stellt.
Und denk' immer d'ran,
Selbst wenn das Unglück dieser Welt
Mal auf deine Schultern fällt:
Ein neuer Tag wartet schon auf dich
Am Ende jeder noch so langen Nacht.

Ich wünsch' dir den Mut,
Dir zu nehmen, was du brauchst,
Ein lachendes Herz und Freunde zuhauf,
Mit denen du reisen kannst, soweit
Wie eure Vorstellungskraft reicht.
Diese Welt ist voller Wunder
Und ihr auch, ihr auch, ihr auch.

Und wenn ihr lacht,
Geht alles wie von selbst.
Schau' wie die Freude kommt
Und alles hier auf den Kopf stellt.
Oh, ich wünsch dir,
Dass immer jemand da ist, wenn du fällst,
Dir aufhilft und dich hält,
Und dir ein Frühstück macht
Am Ende einer langen Nacht.

Und deine Zweifel und die Wut,
Die gehör'n zum Leben mit dazu.
Doch verlier' dich nicht darin,
Denn die Liebe, die du gibst,
Das ist die Liebe, die du kriegst.

Seltsames Licht

Ein seltsames Licht,
Sie und ich,
Und alles, was damals noch zwischen uns fiel,
Wir, wir hielten uns auf,
Aber wir hielten nicht an,
Wir meißelten unsere Namen in den Asphalt,
Wir schrieben:
Wir, wir waren hier,
Genau wie ihr

Ich hatte den Arsch voller Glück,
Und das Maul voller Beschwerden,
Auserkoren, um gebückt zu gehen, ja ja,
Ich halte mich fest an allem, was nicht weh tut,
Doch ein kleines bisschen mehr würde wär nicht schlecht,
Wenn ich singe:
Ich, ich war hier,
Genau wie ihr

Und so wie es war, soll es nie wieder sein,
So wie es ist, darf's nicht bleiben,
Wie es dann wird, kann vielleicht,
Nur der bucklige Winter entscheiden,
Aber wir seh’n uns wieder ganz bestimmt,
Irgendwann

Wir schnappten nach Luft,
In einem Bett am Fenster,
Weit geöffnet, um die Stille zu vertreiben,
Ich blickte dich fragend an,
Und du lachtest mich nur aus,
Doch deine Lippen formten leise dein Gebet,
Du sagtest:
Ich, ich bleibe hier,
So wie ihr

Zwei Wochen später auf dem Hof,
Dein lebloser Körper,
In einem Zimmer voller Blumen und Gewalt,
Und sechs kleine Jungs aufgereiht im dunklen Anzug,
Und ihre Lieder klagten lautlos in der Nacht,
Sie sangen:
Bitte, bitte bleib hier,
So wie wir

Aber so wie es war, wird’s nie wieder sein,
Und so wie es ist, wird es nicht bleiben,
Wie es dann wird, kann vielleicht,
Nur der bucklige Winter entscheiden,
Aber wir seh’n uns wieder ganz bestimmt,
Irgendwann

Grau, Grau, Grau

Bevor das grau, grau, grau,
Bevor das grau, grau, grau,
Sich hier festbeißt,
Und sich langsam,
Durch meine Adern schiebt,
Durch meine Adern drängt,
Und sich dort festbeißt,
Will ich einmal noch am Ufer stehen und,
Dann schauen, wohin die Schiffe fahren,
Schauen wohin sie fahren,
Und ob mich eins mitnimmt,
In den Süden oder irgendwohin

Wo mich niemand sieht,
Mich niemand hört,
Und mich niemand fragt:
Wie soll's jetzt weitergehen?
Das weiß ich doch auch nicht,
Das weiß ich doch auch nicht

Graue Häuser,
Graue Straßen überall,
Ihr könnt mich mal,
Graue Menschen, graues Licht,
Graue Gedanken, graues Ich,
Ich will das nicht mehr,
Ich wollte da immer drüber stehen,
Und jetzt steh' ich mittendrin, na sowas,
Und ich dreh' mich im Kreis und singe,
über das ewige Licht,
Die Blitze ins Nichts,
Und die gleißende Frage:
Wie soll's jetzt weitergehen?
Das weiß ich doch auch nicht,
Das weiß ich doch auch nicht

Wir brauchen einen neuen Anfang

Hurra! Hurra! So nicht.

Noch viel Spaß mit deiner Zukunft!
Ich will sehen, wie du an ihr zerbrichst.
Ein herzloses Gedankenspiel,
Ich weiß, ich weiß - so nicht!

Ich habe gehört, was du gesagt hast,
Ich suche nur noch nach dem Weg zurück.
Er muss hier irgendwo zu finden sein,
Mein Los, mein Ziel, mein Glück,
Mein Glück, mein Glück, mein Glück.

Bereust du deine Sehnsucht?
Du stehst blind in einer offenen Tür.
Ich habe mein Herz ausgekugelt für dich.
Wofür, wofür, wofür?

Die Pistolen sind im Anschlag,
Denn eine bessere Waffe finde ich nicht.
Lasst den Krieg in meinem Kopf beginnen!
Hurra! Hurra! So nicht,
So nicht, so nicht, so nicht!

Bitte bleib hier,
Bitte bleib hier,
Bitte bleib hier,
Sonst bist du weg!

Bitte bleib hier,
Bitte bleib hier,
Bitte bleib hier,
Sonst bist du weg!

Morsches Holz

Ich glaub' ich weiß, was du jetzt sagen willst -
Sag es lieber nicht,
Diese Träume waren nicht groß genug,
Doch was dir fehlte ist unterm Strich,
Nur ein lachendes Gesicht auf der anderen Seite dieses Spiegels,
Ein bisschen Stolz auf deinen Schultern, denn das steht dir gut,
Das seltsame Gefühl, dass all dein Glück nicht unverdient ist,
Der alte Glanz in deinen Augen und ein bisschen Mut,
In diesem Kopf ist kein Platz mehr,
In diesem Kopf ist kein Platz mehr,
Für all deinen Müll.

Ich tausche meine Bibel,
Gegen ein Stückchen morsches Holz - jemand Interesse?
Ich tausche mein gutes Benehmen,
Gegen dieses alte Polaroid von dir -
Das mit dem rosafarbenen Teufelskostüm drauf -
Ich tausche meine blauen Flecken gegen Geld, Sex, Drogen, Und das Versprechen, dass wir nie wieder zurückkommen hier her, nie mehr,
Ich tausche alles, was ich bin und war gegen ein Leben ohne
Angst vor der nächsten Telefonrechnung, dem Zahnarzt, der Liebe oder dem Tod,
In diesem Kopf ist kein Platz mehr,
In diesem Kopf ist kein Platz mehr,
Für all euren Müll.

Großkotziger Computer,
Bitte verschone mich,
Ich möchte meinen Schatten wiedersehen,
nicht nur das, was mir gefällt, einen Mausklick weiter,
Und ihr, ihr großen schwarzen Löcher, Interstellare Müllkippen,
Ich vertraue euch alles an,
Meine Netzwerkkabel, meine Sehnsüchte,
Mein Mobiltelefon und die gesammelten Geschichtsbücher und dieses Kettenkarussel meiner Ängste,
Dass sich seit 30 Jahren dreht und mich nicht aussteigen lässt,
Aber dafür blinkt es sehr schön,
Und diese Wörter,
Die Tausende von Wörtern, Sätzen und Meinungen,
Die in meinem Kopf rumschwirren und mich müde machen,
Aus den U-Bahnen, den Leuchtreklamen,
Aus meinen Kopfhörern, während dem Fahrradfahren,
Aus den Mündern meiner Mitmenschen und aus den Liedern meiner Helden,
Aus den vielen Büchern und Filmen, die ich gelesen und gesehen hab',
Und von denen ich doch nur eine Handvoll erinnern kann,
Ich vertrau' sie euch alle an,
Denn in diesem Kopf ist kein Platz mehr,
Ich vertrau' sie euch alle an,
In diesem Kopf ist kein Platz mehr,
Für all diesen Müll.

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