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Angelika Mann

Wenn ich mal

Wenn ich mal so abgelaufen bin,
wer kennt das nicht auch,
hau ich mich lang auf die Liege hin
immer auf den Bauch
Alle viere strecke ich dann aus,
ja als ob ich schweb'
Und mein Körper meldet sich dann ab
Nur mein Geist, der lebt
Wilde Gedanken stellen sich dann ein
Irgendwie geht es um Liebe
Und manche Männer scheinen mir so klein,
dass ich sie mir wie Pilze schmore
 
Wenn ich mal so abgelaufen bin,
nehm' ich meistens Rache
In Gedanken ist das ja nicht schlimm,
was ich da so mache
Jeder, der mir was getan hat,
mancher, der mir leider nie was tat
Alle kriegen sie ihr Fett
So lieg' ich da und mach' aus ihnen mein Kotelett
 
Wenn ich mal so abgelaufen bin,
hör' ich auch Musik
Debussy, mal Ella oder HIM
Hindemith und Grieg
Denn Musik, die dringt so langsam ein
in mein leeres Ich
Füllt mich auf und hilft mir ungemein
ja fast unmerklich
Und ich erheb' mich, obwohl ich so müd'
Irgendwie muss ich dann singen
Schwach ist der Körper, doch kräftig ist das Lied,
dass bald die Fensterscheiben springen
 
Wenn ich mal so abgelaufen bin,
geh' ich auch hinaus
Ohne Ziel lauf' ich dann mal wohin
immer gradeaus
Und dann lauf ich immer im Karree
und ich denk' vergnügt:
Sieh mal an, ich glaube, dass dein Haus
in der Mitte liegt
 

Das Wellenlied

Stehst du sinnend am Ufer,
siehst den Himmel und das Meer,
wird die Seele dir so weit wie noch nie vorher
Eine Welle rollt heran
und bricht sich im Gebraus
Wird danach ganz sanft,
atmet sich dann aus
Und die zweite naht,
überschlägt sich wild
Leidenschaft und Kraft
werden mählich mild
 

Heute war ein Tag

Heute war ein Tag, wollte nicht vergeh'n
Was ich auch begann, ließ ich wieder steh'n
Ach, manchmal, da bin ich mir selber nicht gut
Da fehlt mir die Kraft und da fehlt mir der Mut
 
Du siehst her zu mir, ich seh' von dir fort
Finde nicht den Weg, finde nicht ein Wort
Ach, manchmal, da bin ich mir selber nicht gut
Da fehlt mir die Kraft und da fehlt mir der Mut
 
War der Tag mir heute schwer, lauf ich morgen hinterher
Doch ich will keinen missen, ich will jeden wissen
Ich gebe nicht einen mehr her
 
Kommt der neue Tag, grau sein erster Schein,
nehme ich ihn an, mach ich mich nicht klein
Nur manchmal, da bin ich mir selber nicht gut
Da fehlt mir die Kraft und da fehlt mir der Mut
 
War der Tag mir heute schwer, lauf ich morgen hinterher
Doch ich will keinen missen, ich will jeden wissen
Ich gebe nicht einen mehr her
 

Liebes Tagebuch

Liebes Tagebuch, wenn ich dich nicht hätte,
wär' ich längst dahin mit einer Schlaftablette
Denn was keiner weiß, vertraue ich dir an
Wenn ich doch nur könnte, ich sagte diesem Mann:
 
Ich will der Hafen für deinen Kutter sein
Auf deiner Stulle will ich die Butter sein
Für deine Schraube will ich die Mutter sein
Ich möchte mit dir liebestaumeln,
durch den Zahn der Zeiten taumeln
 
Für deinen Riemen will ich die Schnalle sein
Gehst du nach Leipzig, dann will ich Halle sein
In meiner Brandung sollst du die Qualle sein
Wär' ich die Fischerin vom Bodensee
und du ein Fisch in meiner Näh',
es blühten schon im Herbst die ersten Bäume
Du, du wärst bestimmt der Hering meiner Träume
 
Liebes Tagebuch, der ist so gemein,
stets wenn ich ihn brauche, dann lässt er mich allein
Doch was keiner weiß, vertraue ich dir an
Wenn ich doch nur könnte, ich sagte diesem Mann:
 
Du sollst der Stiel für meinen Besen sein
An deinem Zapfhahn will ich der Tresen sein
Ich will der Grund für deine Spesen sein
Ich will dir Liebesverse stammeln,
für dich Sondermarken sammeln
Für meine Vene sollst du die Spritze sein
An deinem Bleistift, da will ich Spitze sein
In deinem Doppelbett will ich die Ritze sein
Auf den höchsten Venushügeln würd' ich für dich Hemden bügeln
Reite mit mir in den siebten Himmel
Du, du wärst im Männerstall der schönste Schimmel!
 

Nun lieb ich dich

Ich wollte dich nur ein wenig lieben, nicht so sehr,
nur ein Streicheln wollte ich, nicht viel mehr
Ich wollte ja nur ein bisschen schweben, nicht so hoch
Nein, nicht verlieren wollt' ich mich und doch
 
Nun lieb ich dich so sehr, dass ich mich ganz verlier'
Und wiederfinde nur mit dir
Das war doch nie mein Wille
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
 
Wie einfach doch alles ohne dich war
es gab mich
Jeder Tag war gleich lang sicherlich
Und jeder Wunsch war so klein wie möglich, klein genug
ein Wunsch, ein Sieg, ein Selbstbetrug
 
Nun lieb ich dich so sehr, dass ich mich ganz verlier'
Und wiederfinde nur mit dir
Das war doch nie mein Wille
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
 
Nun lieb ich dich so sehr, dass ich mich ganz verlier'
Und wiederfinde nur mit dir
Das war doch nie mein Wille
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
 
Nun lieb ich dich, du zeigst mir, wie ich wirklich bin
Ich gebe Haut und Haar dahin
und wollte doch nur spielen
und wollte doch nur spielen
und wollte doch nur spielen
 

Der Kuckuck

In unser'm Wald der Kuckuck schreit,
Es ist soweit, der Kuckuck schreit.
Ein jeder achte auf sein Haus,
Sonst brütet er das Kuckucksei,
Das Kuckucksei, das Kuckucksei aus.
 
Man sieht 'nem Ei auch gar nicht an,
Was einmal daraus werden kann.
Doch liegt bei mir im Nest ein Ei,
Viel schöner als die ander'n zwei,
Das lieb' ich heut' schon sehr,
Aus dem wird einmal mehr.
 
Refrain:
Ein junger Kuckuck macht sich breit,
Der macht die Federn weit, weit, weit.
Ein junger Kuckuck frisst so viel,
Er wird zu einem Krokodil.
Das schnappt nach mir, das beißt was ab,
Trägt (?) und eine (?).
Wer legt mir so ein dickes Ei?
Der alte Kuckuck fliegt vorbei.
 
Ich bin (?) ein hilflos' Tier,
Das liegt im Nest und ruft nach mir,
Das sperrt so fein den Schnabel auf,
Da passt was rein, da geht was drauf.
Ich scheue keine Müh' für das verfress'ne Vieh.
 
[Refrain]
 
In unser'm Wald der Kuckuck schreit,
Es ist soweit, der Kuckuck schreit.
Ein jeder achte auf sein Haus,
Sonst brütet er das Kuckucksei,
Das Kuckucksei, das Kuckucksei aus.
 

Komm, weil ich dich brauch

Komm, weil ich dich brauch'
Oh, komm und hilf mir auch
Damals war ich
Auch für dich da
Nun geht es mir
Wie damals dir
 
Komm, bitte dich sehr
Oh, komm, ich kann nicht mehr
Und die Nacht will nicht vergeh'n
Bitte komm, ich muss dich seh'n
 
Nahm dich mit nach Haus'
Hoffnungslos sahst du aus
Ich nahm dich auf in mir
Alles, was ich hatte, gab ich dir
 
Nein, nun bitte ich nicht mehr
Nun verlange ich, dass du kommst
Hast du etwa schon jene Zeit vergessen
Als ich dir mehr war als nur ein Freund
Der dir zugehört hat?
Nun brauch' ich dich auch mal
Ja, dich!
 
Bin ich denn nur, immer nur für andere da
Die sich bei mir ihr Herz auftun
Die sich bei mir von Wunden ausruh'n?
Hab' ich nicht auch ein Recht mal darauf
Das mir jemand hilft, wenn ich jemand brauch'
Wenn ich dich mal brauch'?
 
Geht es dir gut, schläfst du schön warm
Und bist du froh in ihrem Arm?
Das alles gönn' ich dir ja wirklich sehr
Und noch, noch viel, noch viel, viel mehr
Aber glaub' mir, dass ich frier'!
 
Komm, weil ich dich brauch'
Oh, komm und hilf mir auch
Sei auch einmal für mich da
Komm, oh komm, oh komm, oh komm
Oh komm, oh komm, oh komm
Bitte komm zu mir!
 

Küsschenlied

[Angelika Mann:]
Guten Morgen, guten Morgen
Die Nacht ist verronnen
Guten Morgen, guten Morgen
Der Tag hat begonnen
 
Ein munteres Küsschen
Kommt zu dir ans Bettchen
Es kitzelt dein Näschen sagt leis dir ins Ohr
 
[Angelika Mann und Ulrike Weidemüller:]
Guten Morgen, guten Morgen
Die Nacht ist verronnen
Guten Morgen, guten Morgen
Der Tag hat begonnen
 
[Ulrike Weidemüller:]
Beweg' deine Füßchen Der kleine Zeh,
der schläft noch Da hilft ihm
das Küsschen Und singt dir ins Ohr...
 
[Angelika Mann und Ulrike Weidemüller:]
Guten Morgen, guten Morgen
Die Nacht ist verronnen
Guten Morgen, guten Morgen
 

Sieben Zwerge

Bei den sieben Zwergen,
hinter sieben Bergen,
möchte' ich mal Schneewittchen sein.
 
Sieben kleine Männer,
alles Frauenkenner,
würden mich bestimmt erfreu'n.
 
Würde mich verlieben,
in jeden von den sieben,
denn einer macht den Kohl nicht fett.
 
Ach, du lieber Himmel,
wär' das ein Gewimmel,
jede Nacht in meinem Bett.
 
Alle sieben stecke,
ich unter meine Decke,
und dann sag ich; Seit schön brav.
 
Denn das kleine Lüttchen,
braucht auch wie Schneewittchen,
für die Schönheit ihren Schlaf.
 
Sieben Zwerge schlafen mit mir ein.
In der Mitte
liegt Lütte,
und kuschelt sich ein, das wär' fein.
 
Sieben Zwerge träumen sicherlich,
dass sie gerne
die Sterne
vom Himmel mir hol'n, nur für mich.
 
Die kleinen Patriarchen
liegen da und schnarchen,
wie ein kleiner Männerchor.
 
Ja, ich glaub', ich höre
Bässe und Tenöre,
mein Sopran kommt schön hervor.
 
Sieben Zwerge küssen mich dann wach
und die Härte
der Bärte,
die kitzelt mich dann siebenfach.
 
Sieben Zwerge brechen dann bald auf,
und sie ackern
und rackern
für sich und für mich und ich auch.
 
Sieben Männlein und nur eine Frau,
so ein Leben
wär' eben
das Rechte für mich, ja genau!
 
Schade, schade, das ist wirklich schlimm,
denn das geht nur
und steht nur
im Märchenbuch derf Brüder Grimm.
 

Champus-Lied

Versuch es doch mal mit Champagner,
der geht ins Blut und haut nicht um.
Champagner ist ein großer Wandrer,
kommt überall herum - hmmm.
 
Versuch es doch mal mit Champagner,
der hebt die Stimmung ganz enorm.
Der eigne Mann ist wie ein andrer
und kommt ganz groß in Form -hmmm.
 
Du bildest dir ein, 'ne Wolke zu sein,
so schwebst du durch den Raum,
direkt in den siebten Himmel hinein
und schöner ist kaum ein Traum.
 
Du fühlst die Unendlichkeit
und alles wird weit, so weit.
 
Trink den Champagner wie das Leben,
Trink den Champagner wie das Leben,
trink den Champagner wie das Leben,
trink den Champagner wie das Leben.
 
Wir gießen auch gern ein Märchen hinein,
versuch es doch auch mal so.
Die Mischung allein kann Liebe nur sein.
Allein wird nie, wird nie, wird nie,
wird nie einer froh.
 
Versuch es doch mal mit Champagner,
der geht ins Blut und haut nicht um.
Champagner ist ein großer Wandrer,
kommt überall herum - hmmm.
 
Du bildest dir ein, 'ne Wolke zu sein,
so schwebst du durch den Raum,
direkt in den siebten Himmel hinein
und schöner ist kaum ein Traum.
 
Du fühlst die Unendlichkeit
und alles wird weit, so weit.
 
Trink den Champagner wie das Leben,
Trink den Champagner wie das Leben,
trink den Champagner wie das Leben,
trink den Champagner wie das Leben.
Trink den Champagner wie das Leben.
 

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